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Die Straße mit 7 Namen

20. März 2015

Lesung mit Beppo Beyerl

Handlung:
Der Autor Beppo Beyerl beschreibt die "17er" als Strasse der Sehnsucht und legt aus Gründen der Geschichtsforschung den Weg zwischen Wien und Triest mit geduldigem Aufwand authentisch zu Fuss und im Zug zurück. Sieben Namen trägt die Strasse, die vom Wiener Matzleinsdorfer Platz bis nach Triest führt bzw. einst als alte Kaiserstrasse führte. Als Triester Strasse verlässt sie Wien und verbindet dann als Wiener Strasse, als Partizanska, Dunajska, Ljubljancka, Trzaska und schliesslich als Strada per Vienna die Länder Österreich, Slowenien und Italien. Im unterhaltsamen und heiteren Plauderton erzählt der Autor von seiner Reise entlang dieser Strasse. Beginnend im Süden Wiens, wo er durch den Dschungel von Asphalt, klebriger LaÅNden und kaputter Anlagen hinaus kommt ins Freie. In Gloggnitz lässt es sich vielleicht zum ersten Mal durchatmen. Er beschreibt Landschaften und Städte, die er durchstreift, und berichtet von den historischen Hintergründen, die meist bis ins ausgehende 19. Jahrhundert reichen. So erwähnt er Fabriken, die an der niederösterreichischen Strecke lagen und die es dort längst nicht mehr gibt, wie Semperit oder Schöller-Bleckmann. In Ljubljana widmet er sich dem berühmten Architekten Plecnik, der hier lebte und wirkte, im Karst besucht er die eindrucksvollen Grotten, die ihn an Dantes Inferno erinnern, und bei Villa Opicina ist endlich das Meer zu sehen; diesen Blick hatten auch Stifter und Grillparzer beschrieben. Schliesslich trifft er in Triest, der einst wichtigsten Handelsstadt der Monarchie, ein.