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Museum - Die Gedenkstätte

Die Lage

Das Dr. Karl Renner-Museum für Zeitgeschichte liegt im Ortskern von Gloggnitz und beherbergt im Garten der ehemaligen Präsidentenvilla, die 1894 in der Architektur des Späthistorismus errichtete Villa und ein Betriebsgebäude, das in der ehemaligen Kutschergarage eingerichtet ist.

Geschichte

1907 wurde Karl Renner für den Bezirk Neunkirchen als Abgeordneter zum Reichsrat gewählt. Um einen Wohnsitz in seinem Wahlbezirk zu haben, erwarb er 1910 die Villa in der Rennergasse 2 - diese blieb bis 1950 sein Privatbesitz. Nach dem Tod der Tochter Karl Renners wurde die Renner Villa von den in Amerika lebenden Enkelkindern verkauft.

Der neugebildete Verein "Dr. Karl Renner Gedenkstätte", dem auch Bundeskanzler Bruno Kreisky angehörte (er gab den Anstoss zur Gründung des Vereins), erwarb die Villa 1978 und richtete sie nach gründlicher Adaptierung als Dr. Karl Renner-Museum ein.

Anlässlich der Modernisierung des Renner-Museums 2011 wurde ein barrierefreier Zugang zur neuen Besucherlounge, die als Wintergarten ausgeführt ist, sowie zum Kassenraum im Renner-Foyer ermöglicht.
Die Lounge ist Louise Renner gewidmet, die ihren Gatten Karl mehr als 60 Jahre lang in Liebe und Zuneigung als wahre Lebenspartnerin, auf gleicher Augenhöhe begleitet hat. Die Geschichtsbücher geben nur spärlich Auskunft über diese starke Frau. Es war längst an der Zeit, ihre Persönlichkeit entsprechend zu würdigen und ihr einen Ehrenplatz in dieser Gedenkstätte einzuräumen. Hier sollen Zusammenkunft und Aktivitäten in ihrem Geiste weiterleben.
Im Renner-Foyer können Sie die vom Archivar KR Peter Dörenthal zusammengestellte Sonderschau "Die Bundespräsidenten aus Gloggnitz" betrachten.

Die Renner-Villa

Vom Renner-Experten HR Prof. Dr. Siegfried Nasko und dem Künstler Prof. Gotthard Fellerer wurde das Wohnhaus Renners zum Museum umgestaltet und zeigt darin die Dauerausstellungen "Vom Bauernsohn zum Bundespräsidenten" im Erdgeschoss und "Vom Vielvölkerstaat zur EU" im Obergeschoss der Villa.

Im Soutterain ist aktuell die Gedenkausstellung zu 100 Jahre Erster Weltkrieg "Hoppla, wir leben - mit 'Hurra' in den Untergang" zu sehen.