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Vom Bauernsohn zum Bundespräsidenten

Dauerausstellung

Diese Dokumentation zeigt die Wohnräume Karl Renners, gibt Auskunft über seinen Werdegang, sein  Wirken für die 1. Republik, seine innere Emigration in Gloggnitz und seine staatsmännische Rolle bei der Gründung der 2. Republik.

weitere Informationen zur Ausstellung:

Im ersten Raum befindet sich die noch original erhaltene Bauernstube. Als Ausgangspunkt eignet sie sich jedenfalls ideal, weil sie auf Renners Herkunft aus dem Bauernmilieu verweist.

Anhand von Originaldokumenten (Meldezettel, Zeugnisse, Heimatschein, Trauungsschein,...) wird anschließend Renners Werdegang von seiner entbehrungsreichen Kindheit in Südmähren über seinen Dienst als einjährig Freiwilliger der k.k. Armee bis hin zum Eintritt als Bibliothekar in die Reichsratsbibliothek in Wien nachgezeichnet.

Im Arbeitszimmer, für das Einrichtungsgegenstände aus verschiedensten Wirkungsstätten des Staatsmannes zusammengetragen wurden – unter anderem einen Sternenglobus, der auf Renners Visionskraft verweist; ein in 2000 Arbeitsstunden von einem Arbeiter gestalteter Blumenstrauß aus Metall, den der Bundespräsident zu seinem 80. Geburtstag bekommen hat, zu einem Zeitpunkt, als er in der Mythosbildung der Österreicher bereits als fehlerloser Übervater verklärt wurde.
Daneben vor allem aber eine Schreibmaschine, Marke Mercedes, die das Prunkstück darstellt. Immerhin schrieb Renner darauf im April 1945 seinen berühmten ersten Brief an den "Sehr geehrten Genossen Stalin" ebenso jenen an Josef Kollmann, mit der Aufforderung, in Wien die gemäßigten politischen Kräfte der christlichsozialen Partei um Leopold Kunschak auf sein Kommen vorzubereiten, weil er sich "bereit halte, wie im Jahre 1918 die erste, so die zweite Republik Österreich zu organisieren." Die Zweite Republik - hier in der Region, hier auf dieser Schreibmaschine wurden im wahrsten Sinne des Wortes ihre ersten Kapitel geschrieben.

Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Übersicht über die politischen Leistungen Renners in der Ersten und Zweiten Republik und seine grundlegenden Gedanken zum Staatsvertrag.

Zusammenstellung: Siegfried Nasko
Gestaltung: Gotthard Fellerer